Astrid Lindgrens Wohnorte in Schweden

Entdecke die wichtigsten Orte, an denen Astrid Lindgren lebte und schrieb. Besuche Vimmerby, Stockholm und Furusund auf den Spuren der berühmten Autorin.

Aktualisiert: 27. Juni 2026 4 Min. Lesezeit Steve Rahn, Gastgeber in Småland

Wo wohnte Astrid Lindgren? Die wichtigsten Lebensstationen der weltberühmten Autorin

Wo wohnte Astrid Lindgren? – Eindruck aus Småland, Schweden

Der Hof Näs in Vimmerby

Astrid Lindgren hat mit ihren unvergesslichen Geschichten die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Wer ihre Bücher liest, spürt sofort die tiefe Verbundenheit zu den Orten, an denen ihre Figuren wie Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder die Kinder aus Bullerbü zu Hause sind. Um die Magie ihrer Erzählungen ganz zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die realen Orte, an denen die Autorin selbst lebte. Ihr Leben spielte sich im Wesentlichen an zwei zentralen Orten in Schweden ab: in der ländlichen Idylle Smålands und in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Der Hof Näs in Vimmerby: Die Wurzeln ihrer Kindheit in Småland

Geboren wurde Astrid Lindgren am 14. November 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem elterlichen Bauernhof Näs, direkt am Stadtrand der kleinen småländischen Stadt Vimmerby. Hier verbrachte sie gemeinsam mit ihren drei Geschwistern eine außergewöhnlich glückliche, geborgene und freie Kindheit.

Der Pfarrhof Näs war der absolute Quell ihrer Inspiration. Die Erlebnisse, die sie dort beim Spielen in den großen Scheunen, auf den weiten Wiesen und beim Klettern auf den alten Limonadenbaum sammelte, spiegeln sich eins zu eins in ihren späteren Werken wider. Bullerbü, der Katthult-Hof oder die Villa Kunterbunt – all diese magischen Orte haben ihren Ursprung in Astrids Kindheitserinnerungen auf Näs. Sie lebte dort bis zu ihrem 18. Lebensjahr, bevor sie der Aufbruch in ein neues Leben in die schwedische Metropole führte. Heute ist der Hof Näs eine der bekanntesten Kultureinrichtungen Schwedens und kann besichtigt werden.

Dalagatan 46 in Stockholm

Dalagatan 46 in Stockholm: Das kreative Zentrum ihres Lebens

Im Jahr 1926 zog Astrid Lindgren nach Stockholm, um dort eine Ausbildung zur Sekretärin zu machen. Nach einigen Zwischenstationen in verschiedenen Wohnungen im Stadtgebiet fand sie im Jahr 1941 schließlich ihr endgültiges Zuhause im Stockholmer Stadtteil Vasastan.

Sie bezog eine geräumige Dreizimmerwohnung in der Straße Dalagatan 46, mit einem wunderschönen Blick auf den angrenzenden Vasapark. In dieser Wohnung lebte und arbeitete Astrid Lindgren unglaubliche 61 Jahre lang – bis zu ihrem Tod am 28. Januar 2002. An diesem Ort entstanden fast alle ihre weltberühmten Meisterwerke. Hier tippte sie abends auf ihrer Schreibmaschine die Geschichten über Pippi Langstrumpf ab, die sie zuvor für ihre Tochter erfunden hatte, und hier empfing sie im Laufe der Jahrzehnte hochrangige Politiker, Journalisten und Briefe von Kindern aus der ganzen Welt.

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Furusund: Das sommerliche Refugium

Furusund: Das sommerliche Refugium in den Schären

Neben ihrem Hauptwohnsitz in Stockholm und den regelmäßigen Besuchen in ihrer Heimat Vimmerby gab es noch einen dritten Ort, der für Astrid Lindgrens Leben und Werk eine große Rolle spielte: die Insel Furusund im Stockholmer Schärengarten.

Ab den 1940er Jahren verbrachte sie dort fast jeden Sommer in einem charmanten, traditionellen Holzhaus, das sich im Besitz der Familie ihres Ehemanns Sture Lindgren befand. Furusund war für sie ein Ort des Rückzugs und der puren Erholung abseits des Trubels der Großstadt. Die maritime Kulisse der Schäreninseln mit ihren glatten Granitfelsen, dem tiefblauen Wasser und den dichten Wäldern inspirierte sie zu Büchern wie "Ferien auf Saltkrokan".

Fazit: Die Orte ihres Lebens heute besuchen

Wer auf den Spuren von Astrid Lindgren wandeln möchte, kann die beiden wichtigsten Wohnorte der Autorin bis heute im Original erleben:

In Vimmerby (Småland) bietet das Kulturzentrum Astrid Lindgrens Näs tiefe Einblicke in ihre Kindheit und Jugend. Das originale Elternhaus ist im Rahmen von Führungen zugänglich und exakt so eingerichtet wie zu Astrids Kindertagen.

In Stockholm (Vasastan) wurde ihre Wohnung in der Dalagatan 46 nach ihrem Tod im Originalzustand belassen und in ein Museum umgewandelt. Wer die Wohnung im Rahmen einer vorher angemeldeten Führung betritt, bekommt das Gefühl, als hätte die Autorin den Raum nur kurz für eine Fika-Pause verlassen.

Häufige Fragen zu Wo wohnte Astrid Lindgren? (FAQ)

Wo wurde Astrid Lindgren geboren?

Auf dem Bauernhof Näs in Vimmerby, Småland.

Welche Wohnung bewohnte sie in Stockholm?

In der Dalagatan 46 im Stadtteil Vasastan.

Was war Furusund für Astrid Lindgren?

Ein Sommerrefugium in den Stockholmer Schären.