Zeckenbiss in Schweden: Wie du dich im Urlaub richtig schützt und vorbereitest

Lerne, wie du dich vor Zecken im schwedischen Sommer schützen kannst. Erfahre alles über Risikogebiete, Vorsorge und was zu tun ist, wenn es doch passiert.

Aktualisiert: 27. Juni 2026 4 Min. Lesezeit Steve Rahn, Gastgeber in Småland

Zeckenbiss in Schweden: Wie du dich im Urlaub richtig schützt und vorbereitest

Die Vorfreude auf den Urlaub im Ferienhaus in Schweden am See ist riesig. Man denkt an gemütliche Abende am Wasser, Wanderungen durch tiefe Wälder und das Pflücken von frischen Blaubeeren. Doch genau dort, wo die Natur am schönsten ist – im hohen Gras, im Unterholz und an den Heidelbeersträuchern –, wartet auch ein winziger, aber lästiger Waldbewohner: die Zecke (auf Schwedisch: *fästing*).

Wer die Natur im schwedischen Sommer in vollen Zügen genießen möchte, sollte das Thema Zeckenbiss in Schweden nicht unterschätzen, sich aber auch keine Angst machen lassen. Mit der richtigen Recherche und Vorbereitung im Vorfeld bist du bestens geschützt.

Zeckenbiss in Schweden – Eindruck aus Småland, Schweden

Wo kommen Zecken in Schweden besonders häufig vor?

Wo kommen Zecken in Schweden besonders häufig vor?

Zecken sind in Schweden längst keine Seltenheit mehr. Durch die milderen Winter haben sie sich in den letzten Jahren immer weiter ausgebreitet.

Besonders aktiv und zahlreich sind die Spinnentiere in Südschweden, entlang der gesamten Ostseeküste (einschließlich der Schärengärten vor Stockholm), auf den Inseln Öland und Gotland sowie in den seenreichen Regionen wie Småland. Je weiter du in den Norden des Landes reist, desto seltener werden die Blutsauger, doch im Süden gehören sie zur schwedischen Natur einfach dazu.

Vorher recherchieren: Das Risiko von FSME und Borreliose

Vorher recherchieren: Das Risiko von FSME und Borreliose

Genau wie in Mitteleuropa können auch die Zecken in Schweden Krankheitserreger übertragen. Die beiden bekanntesten sind Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Borreliose wird durch Bakterien übertragen und ist in ganz Südschweden verbreitet. Da die Erreger meist erst einige Stunden nach dem Stich in die Wunde gelangen, ist das schnelle Entfernen der Zecke der beste Schutz.

FSME ist eine virale Erkrankung, die das Nervensystem angreifen kann. Die Viren sitzen in den Speicheldrüsen der Zecke und werden sofort beim Stich übertragen. In Schweden gibt es klare FSME-Risikogebiete (vor allem rund um den Mälaren-See, in den Stockholmer Schären und in Teilen von Südschweden). Wer viel in der Natur unterwegs ist, sollte rechtzeitig vor der Reise mit dem Hausarzt über eine FSME-Impfung sprechen, da diese einen hochwirksamen Schutz bietet.

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Die perfekte Vorbereitung: Das gehört in die Reiseapotheke

Die perfekte Vorbereitung: Das gehört in die Reiseapotheke

Damit du im Ferienhaus für den Ernstfall gerüstet bist, solltest du deine Reiseapotheke gezielt bestücken. Packe folgende Dinge ein:

Eine hochwertige Zeckenzange, eine Zeckenkarte oder eine spezielle Zeckenpinzette. Damit lässt sich das Tier hautnah und ohne Quetschen entfernen.

Ein wirksames Desinfektionsmittel, um die Bissstelle nach dem Entfernen sofort zu reinigen.

Ein gutes Insektenschutzmittel (Achte beim Kauf darauf, dass das Spray explizit auch gegen Zecken wirkt, wie Mittel mit den Wirkstoffen Icaridin oder DEET).

Richtige Verhaltensweisen in der schwedischen Natur

Richtige Verhaltensweisen in der schwedischen Natur

Um das Risiko für einen Zeckenbiss in Schweden von vornherein zu minimieren, helfen ein paar einfache Verhaltensregeln beim Wandern, Angeln oder Pilzesammeln:

Trage lange Kleidung. Lange Hosen und feste Schuhe sind im Unterholz Pflicht. Wer ganz sichergehen will, zieht die Socken über die Hosenbeine. Das sieht zwar gewöhnungsbedürftig aus, hindert die Zecken aber daran, unter die Hose zu krabbeln.

Wähle helle Kleidung. Auf hellen Stoffen lassen sich die winzigen, dunklen Punkte viel leichter entdecken und abschütteln, bevor sie eine geeignete Hautstelle zum Beißen gefunden haben.

Der tägliche Zecken-Check. Such deinen Körper (und den deiner Kinder oder Haustiere) jeden Abend gründlich ab. Bevorzugte Stellen der Zecken sind warme, dünne Hautpartien wie Kniekehlen, Leistengegend, Achselhöhlen und der Bereich hinter den Ohren.

Was tun, wenn es doch passiert ist?

Was tun, wenn es doch passiert ist?

Solltest du trotz aller Vorsicht eine Zecke entdecken, bewahre Ruhe. Greife das Tier so nah wie möglich an der Hautoberfläche und ziehe es langsam und gerade heraus. Drehe die Zecke nicht und benutze niemals alte Hausmittel wie Öl, Klebstoff oder Nagellack – das führt nur dazu, dass das Tier im Todeskampf vermehrt Krankheitserreger in die Wunde abgibt.

Desinfiziere die Stelle anschließend gut und merke dir das Datum des Bisses. In den folgenden Wochen solltest du die Stelle im Auge behalten. Bildet sich eine kreisförmige Rötung, die sich langsam ausbreitet (die sogenannte Wanderröte), oder treten grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen auf, solltest du sofort einen Arzt aufsuchen. In Schweden kannst du dich dafür unkompliziert an eine lokale Arztpraxis, die sogenannte *Vårdcentral*, wenden.

Mit der richtigen Recherche vorab und einer gut ausgestatteten Reiseapotheke steht deinem entspannten und sicheren Natururlaub am schwedischen See absolut nichts im Weg.

Häufige Fragen zu Zeckenbiss in Schweden (FAQ)

Wo sind Zecken in Schweden am häufigsten zu finden?

Zecken sind besonders aktiv und zahlreich in Südschweden, an der Ostseeküste und auf den Inseln Öland und Gotland.

Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind die bekanntesten Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können.

Was gehört in die Reiseapotheke für den Fall eines Zeckenbisses?

Eine hochwertige Zeckenzange, ein Desinfektionsmittel und ein gutes Insektenschutzmittel sollten unbedingt dabei sein.