Wenn es um das Angeln in Schweden geht, stehst du vor der angenehmen Qual der Wahl. Die schwedischen Seen bieten für jeden Angler-Typ das passende Revier. Je nachdem, ob du kapitale Hechte jagen, den Zander deines Lebens fangen oder mit der Fliegenrute auf edle Saiblinge pirschen willst, solltest du dein Ziel strategisch wählen.
Hier ist die Übersicht der besten Anglenseen in Schweden, aufgeteilt nach Zielfischen und Regionen.
Die Top-Seen für Zander (Gös)
Zander lieben wärmere, nährstoffreiche und leicht trübe Gewässer. Die absoluten Spitzenreviere für diesen schlau jagenden Stachelritter liegen im Süden und in der Mitte Schwedens.
* **Der Bolmen (Småland):** Der zehntgrößte See Schwedens ist eine absolute Zandermaschine. Durch seine enorme Struktur mit unzähligen Unterwasserbergen, tiefen Rinnen und Kanten finden Zander hier perfekte Bedingungen. Hier werden regelmäßig kapitale Fische gefangen. * **Der Rusken (Småland):** Der Rusken ist flacher und merklich brauner als der Bolmen – ein absolutes Eldorado für das Vertikalangeln und Jiggen. Die Dichte an Zandern ist hier gigantisch hoch, weshalb der See in der europäischen Anglerszene einen legendären Ruf genießt. * **Der Mälaren (Mittelschweden):** Der riesige See direkt vor den Toren Stockholms bietet ein erstklassiges Zanderrevier, das du zudem (wie alle fünf großen Seen) komplett **kostenlos** beangeln darfst.
Die Top-Seen für kapitale Hechte (Gädda)
Hechte gibt es in Schweden praktisch überall. Doch wenn du auf die magische Metermarke oder echte "Mutti-Hechte" aus bist, solltest du dich an diese Großgewässer halten:
* **Der Åsnen (Småland):** Das riesige, flache Insel-Labyrinth ist ein Traum für Spinnfischer. Zwischen den krautigen Buchten, Seerosenfeldern und unzähligen Inselkanten lauern gigantische Hechte. Da der See flach ist, schlägt hier die Stunde von Jerkbaits, Topwater-Ködern und großen Gummifischen. * **Der Vänern (Mittelschweden):** Der größte See Schwedens ist im Grunde ein kleines Binnenmeer. Hier ziehen gigantische Hechtmuttis im Freiwasser den riesigen Maränenschwärmen hinterher. Die erfolgreichste Methode ist hier das Schleppangeln (Trolling) mit dem Boot. * **Der Storsjön (Jämtland):** Wer weiter in den Norden Richtung Mittelschweden reist, findet im Storsjön einen tiefen, klaren See, der für seine kampfstarken, riesigen Freiwasserhechte bekannt ist.
Buche jetzt und zahle später bei Booking.com!Die Top-Seen für Barsche (Abborre) in Rekordgrößen
Der Flussbarsch ist der schwedische Volksfisch. Ihn fängst du vom kleinsten Waldtümpel bis zum größten See. Doch an bestimmten Seen wachsen die gestreiften Räuber zu wahren Monstern von über 50 Zentimetern heran.
* **Der Vättern (Südschweden/Jönköping):** Durch das extrem klare Wasser ist das Barschangeln im Vättern ein visuelles Erlebnis. Wenn im Spätsommer die riesigen Trupps von Großbarschen die Brut fressen, kannst du hier Sternstunden mit dem Finesse-Rig oder kleinen Wobbeln erleben. * **Der Roxen und Glan (Östergötland):** Diese Seen sind relativ flach und extrem nährstoffreich. Sie bieten Barschen ein perfektes Futterangebot, weshalb hier regelmäßig Fische jenseits der 1,5-Kilo-Marke aus dem Wasser gezogen werden.
Die Top-Seen für Edelfische: Lachs, Forelle und Saibling
Wenn du es auf die schwedischen "Salmoniden" abgesehen hast, musst du entweder an die tiefsten Großseen des Südens oder hoch in den Norden reisen.
* **Der Vättern (Südschweden):** Eine absolute Besonderheit. Aufgrund seiner enormen Tiefe und Kälte beheimatet der Vättern eiszeitliche Relikte: den **Binnenlachs** (Lachse, die dauerhaft im Süßwasser leben) und den **Seesaibling** (*Röding*). Das Schleppangeln mit dem Downrigger ist hier die Methode Nummer eins, aber auch das Spinnfischen vom Ufer im Spätherbst bringt regelmäßig Lachse an die Rute. * **Der Sommen (Nord-Småland):** Dieser tiefe, wunderschön verzweigte See erinnert an ein norwegisches Fjordgelände. Er ist berühmt für seine urzeitliche, riesige Art der Seeforelle (*Sommenöring*), die hier im tiefen, kalten Wasser jagt. * **Die Fjällseen in Lappland:** Wenn du die absolute Einsamkeit suchst, pack die Fliegenrute ein und reise an die unzähligen, namenlosen Bergseen im Norden Lapplands. Hier fängst du in glasklarem Wasser wunderschön gefärbte Bachforellen und Saiblinge inmitten der unberührten Tundra.
Praktischer Angler-Tipp für Schweden
Besonders wenn du an den großen, strukturreichen Seen wie dem Bolmen oder dem Åsnen angelst, ist ein **Boot mit Echolot und GPS-Kartenplotter** die halbe Miete. Die schwedischen Seen bergen knapp unter der Wasseroberfläche oft tückische Steine (*Grund*), die für Außenbordmotoren lebensgefährlich sind.
Ein Blick auf eine digitale Tiefenkarte (z. B. über Apps wie *Navionics* oder direkt über das Portal *iFiske.se*) schützt nicht nur dein Boot, sondern zeigt dir auch sofort die fängigen Unterwasserberge und Kanten, an denen die Fische stehen.
Häufige Fragen zu Welche Seen eignen sich zum Angeln in Schweden? (FAQ)
Welcher See ist ideal für Zander?
Der Bolmen in Småland ist eine absolute Zandermaschine.
Wo fängt man die größten Hechte?
Im Åsnen und Vänern finden sich gigantische Hechte.
Welche Seen bieten Rekordgroße Barsche?
Der Vättern und Roxen/Glan sind ideal für große Barsche.